Botulinumtoxin, oft bekannt unter dem Markennamen Botox®, ist ein neurotoxisches Protein (Eiweiss), das von bestimmten Clostridienbakterien ausgeschieden wird. Werden diese Bakterien über die Nahrung von verdorbenen Nahrungsmitteln aufgenommen, können sie bei Ausscheidung von grossen Botulinumtoxinmengen zu Vergiftungen führen.

Aber wie immer gilt: Die Dosis macht das Gift. In der Medizin wird das Botulinumtoxin in ca. 1000facher Verdünnung seit den 80er Jahren bei Bewegungsstörungen hilfreich genutzt. Botulinumtoxin wird bei der Behandlung des Schielens, zum Entspannen von Verkrampfungen der Beine und Arme, der Speiseröhre, der Augenmuskeln und bei Spannungskopfschmerzen verwendet. Überaus erfolgreich wird Botulinumtoxin zur Therapie des übermässigen Schwitzens angewendet.

In den letzten Jahren hat Botox® vor allem bei der Behandlung von Falten an Bedeutung gewonnen. Am richtigen Ort fachmännisch in richtiger Dosis gespritzt, hilft Botulinumtoxin die Falten zu reduzieren. Dabei werden die zu stark und kräftig wirkenden mimischen Muskeln leicht (idealerweise nicht komplett) geschwächt. Diese Muskeln können sich weniger stark zusammenziehen und bilden entsprechend weniger Falten. Die Wirkung lässt mit der Zeit nach, und die Muskelaktivität ist nach ca. drei Monaten wieder hergestellt. Wiederholt man diese Behandlung in dreimonatlichen Abständen, so lernt die behandelte Person die Muskeln weniger ausgeprägt zu aktivieren, und die Falten sind an dieser spezifischen Stelle nicht mehr so deutlich zu sehen.

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